Portraits and short stories

Portraits and short stories

Höhenflug und freier Fall

Fahrende Künstler haben schon früh geographische Grenzen überschritten und Gesellschaften miteinander verbunden. Zirkuskünstler galten als Kosmopoliten; das Zirkusmilieu war von Beginn an heterogen und stand für Freiheit. Der Zirkus war zugleich in schwierigen politischen Zeiten Exil für viele Künstler. Dafür stellvertretend steht die Geschichte der jüdischen Zirkusreiterin Irene Bento. Bento hatte sich mit ihrer Familie zu NS-Zeiten in einem Zirkuswagen in Obhut des Zirkus Althoff versteckt und so überlebt. Doch nicht alle Zirkusunternehmen gaben Künstlern diesen Schutzraum. Viele Nichtarier wurden verstoßen oder dem NS-Regime ausgeliefert. Der vermeintliche Schutzraum Zirkuszelt wurde zur Falle und der artistische Höhenflug zum freien Fall.

 

Das sind die zwei Pole, die einem im Zirkus immer wieder begegnen und die letztendlich auch die große Faszination auslösen: der Artist, der - berauscht von der Schwerelosigkeit im Scheinwerferlicht - die Unversehrtheit seines Körpers riskiert. Und wir? Wir schauen zu.

Der „neue“ Zirkus, in Frankreich und anderswo längst als Nouveau Cirque hochangesehene Kunstform, ersetzt die Manege durch die Theaterbühne, das spektakuläre Amüsement durch Ernsthaftigkeit, die Nummernrevue durch ein dramaturgisches Konzept. In derartigen Stücken verschmelzen Artistik, Clownerie, Tanz, Pantomime und Musik. Sie leben von den schier unendlichen Möglichkeiten des multibiegsamen Körpers und eröffnen damit auch eine neue Welt der darstellenden Kunst. Und werden so das zentrale Thema in der vorliegenden 10. Ausgabe des Jenaer Tanzfestivals „Theater in Bewegung“.

 

Die Choreographin Helena Waldmann lotet dieses Spannungsfeld für eine erneut durch und durch politische Arbeit aus. In Gute Pässe Schlechte Pässe spürt sie den sichtbaren und unsichtbaren Grenzen heutiger Gesellschaften nach. Freiheit versus Halt und Abgrenzung. Auf der Bühne eine Mauer aus menschlichen Passinhabern, die zeitgenössische Tänzer von Artisten trennt. Das Ergebnis: neuer Zirkus in seiner wohl eindrucksvollsten Form.

 

Neben weiteren internationalen Gastspielen aus Belgien und den Niederlanden gibt sich das renommierte Choreographen-Duo Overhead Project mit seiner aktuellsten Produktion x[iks] erneut die Ehre auf der Theaterhausbühne. Und nicht genug: unter der künstlerischen Handschrift des Duos eröffnen wir das Festival mit einer Eigenproduktion in Kooperation mit dem MoMoLo e.V. – diesmal natürlich im Zirkuszelt an der Saale. Ein RAUSCH soll entstehen, eine intensive Begegnung von zehn Künstlern unter der Zirkuskuppel, die sich so noch nie begegnet sind. [Heike Faude, Festivalleitung]

2. Nov - 11. Nov. Theater in Bewegung _Tanzfestival
All the fun

All the fun

We are the Monsters

We are the Monsters

RAUSCH
We are the Monsters
All the fun
x[iks]
Portraits and short stories
Gute Pässe Schlechte Pässe
jenakultur
npn nationales performance netz
jenawohnen Freistaat Thüringen Staatskanzlei Circus MoMoLo Theaterhaus Jena digital concept fritzsche oHG
RAUSCH
x[iks]
We are the Monsters
Portraits and short stories
All the fun
Gute Pässe Schlechte Pässe
2. Nov - 11. Nov. Theater in Bewegung _Tanzfestival
jenakultur Freistaat Thüringen Staatskanzlei
npn nationales performance netz
jenawohnen
Circus MoMoLo Theaterhaus Jena digital concept fritzsche oHG
2. Nov - 11. Nov. Theater in Bewegung _Tanzfestival
RAUSCH
x[iks]
We are the Monsters
Portraits and short stories
All the fun
Gute Pässe Schlechte Pässe
jenakultur Freistaat Thüringen Staatskanzlei
npn nationales performance netz
jenawohnen
Circus MoMoLo Theaterhaus Jena digital concept fritzsche oHG